Mitten in der „Madness“
„Freshman“ Ivan Kharchenkov hat am College voll eingeschlagen
- 06.04.2026
- Von: BBV Geschäftsstelle
Noch lange bevor die NBA in ihre Play-Offs einsteigt, steht im US-Basketball ein Saisonhöhepunkt an, der vielen Fans deutlich wichtiger ist: Das Saisonfinale der besten College Teams. Wenn Mitte März die „March Madness“ abläuft, war heuer ein Münchner mittendrin – und führte sein Team sogar bis ins Final Four.
Ivan Kharchenkovs Team, die „Arizona Wildcats“, wurden als Gewinner ihrer Pacific-12-Conference für die „March Madness“ nominiert – und Neuling Kharchenkov stand dabei auch auf dem Feld. Wiewohl „freshman“, also Einsteiger in den vier College-Jahrgängen, stand der Münchner mit der Rückennummer acht in der Saison in allen Spielen in der Startformation.
Im Schnitt spielte der 19-Jährige für die in Tucson beheimatete „University of Arizona“ 27 Minuten pro Spiel und erzielte durchschnittlich 9,8 Punkte. Meist auf der Position Drei eingesetzt, kommt ihm seine Vielseitigkeit zugute. „Ich kann alles machen, was das Team braucht“, schildert er. Vor allem setze sein Coach als „Energizer in der Defense“ auf ihn. Vergangene Saison waren die „Wildcats“ noch Vierter ihrer Conference gewesen.
In der Heimat, wo er als Eigengewächs beim FC Bayern schon BBL-Einsatzzeiten bekam, stünde allmählich das Saisonfinale an. Kein Vergleich das alles zum College-Basketball, schwärmt Kharchenkov. Volle Hallen, Live-Bands, enthusiastische Stimmung – „alles komplett anderes als in der BBL“.
Auch nach anderen Regeln wird im College gespielt, markantester Unterschied: Die Spielzeit ist zweimal 20 Minuten. Auf dem Spielfeld fiel ihm die Anpassung dennoch leicht, berichtet er. Als Neuzugang mit Profi-Background sei er „nicht als normaler ‚freshman‘“ aufgenommen worden.
Härter war da schon das grundsätzliche Ankommen in Arizona. „Es ist sehr heiß“, umschreibt er dezent Temperaturen bis 45 Grad und jetzt, im Winter, gerade mal 25 Grad. Zum Saisonhöhepunkt war nun auch seine Familie aus München vor Ort.
Erst im Final Four war für Arizona Schluss – gegen Michigan, den späteren Sieger des Turniers.
Mit Bundestrainer Mumbru ist Kharchenkov in Kontakt. Wahrscheinlich wird sich mit wachsender College-Erfahrung bald mal das Debüt in der Nationalmannschaft anschließen. Nach der „March Madness“ ist noch bis Mai Unterricht am College, anschließend geht’s für Ivan Kharchenkov zunächst mal zurück nach München. Ob er dann ans College oder ins Profi-Business zurückkehrt, will er nach Saisonschluss entscheiden.











