Imre Szittya feierte seinen 70. Geburtstag
Einmalig als Trainer und Mensch
- 27.02.2026
- Von: BBV Geschäftsstelle
von Bertram Wagner
Es war ein Geburtstagsfest, wie es sich der Jubilar gewünscht hatte: In seiner Heimatstadt Nördlingen feierte Imre Szittya im Kreise seiner Familie und „sehr nahestehender Weggefährten“ seinen „Runden“. Dass dabei neben privaten Anekdoten, die von seiner Ehefrau Agi, den Töchtern Fanny und Niki und seinem Bruder Zsolt preisgegeben wurden, der Basketballsport im Mittelpunkt stand und an den einzelnen Tischen immer ein Thema war, versteht sich angesichts der Szittya-Vita von selbst.
Der gebürtige Ungar war schließlich von 2006 bis 2010 Cheftrainer der deutschen Damen-Nationalmannschaft, zuvor bis 2002 als Bundesliga-Cheftrainer beim TSV Nördlingen auf der Bank, Sportlehrer (mit Bundessiegen) am Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen und hat im BBV Geschichte geschrieben. Bis 2021 war er zwei Jahrzehnte lang hauptberuflich als Landestrainer in Amt und Würden und steht dem Verband immer noch mit Rat und Tat zur Seite.
2025 trug auch die Damen-Nationalmannschaft wieder seine Handschrift: Offiziell saß er als DBB-Delegationsleiter auf der deutschen Bank und war vor allem bei den Spielerinnen gefragt, deren Karriere er maßgeblich mitgestaltet hat. Leonie Fiebich und Luisa Geiselsöder – beide aktuell in der amerikanischen WNBA erfolgreich - haben Imre Szittya als prägendem Coach in ihren Jugendjahren ihre Profi-Karriere mit zu verdanken. Er hat sich als Individualtrainer einen exzellenten Ruf erarbeitet und wird sicher auch nach dem Siebzigsten in diesem WM-Jahr wieder sehr gefragt sein.
Mit Heiko Czach, dem leitenden Jugend-Bundestrainer im Mädchenbereich, seinem Vorgänger Stefan Möller (derzeit DBBL-Coach in Freiburg) und seiner früheren (National)-Spielerin Alex Shaw, die als Agentin der „Scorers 1st Sport Management“ Profi-Spielerinnen betreut (und auch beim BBV im Marketingressort aktiv ist), weilten drei „Hochkaräter“, die mit Szittya viele sportliche Berührungspunkte teilen, in Nördlingen unter den Gästen. Auch das unterstreicht das Attribut „Institution“ bei Imre Szittya. Shaw überreichte einen ganz besonderen Geschenkkorb – mit vielen gesammelten Glückwünschen von Imre-Schützlingen.
Den wohl intensivsten Kontakt mit dem Jubilar hatte bislang sicherlich BBV-Vize-Präsident Wolfgang Heyder. „Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Imre zusammen und er war immer mein Lieblingstrainer, weil seine große Loyalität, Nachhaltigkeit, verbunden mit einer natürlichen Autorität, der Wertevermittlung und seiner Akribie in der Halle einmalig sind. Er ist ein Bessermacher, weil er seine Spielerinnen im Detail korrigiert, nach wie vor alles vormacht und dabei immer hartnäckig ist. Sein Mindset ist einmalig, ich habe es immer sehr bedauert, dass er nie im männlichen Bereich eingestiegen ist“, fand der Bamberger die treffenden Worte bei seiner Laudatio.
Im Kreis der Basketball-Auserwählten konnte auch Jochen Aumann, der viele Jahre lang die BAYERNBASKET mitgestaltete, einen Abend genießen, der das Wirken von Imre Szittya lebendig werden ließ. Seine Basketball-Kapitel sind noch lange nicht zu Ende geschrieben: Nach dem Geburtstag ist schließlich vor der heimischen WM in Berlin.
Eine persönliche Note: Bei der Gestaltung meines Imre-Kalenders wurde mir nochmals vor Augen geführt, was Imre für den Basketballsport geleistet hat. Einfach nicht in Worte bzw. Bilder zu fassen! Imre ist und bleibt eine Institution






