Die „9“ für immer
Als erster echter Bamberger wurde Karsten Tadda mit der Trikot-Zeremonie geehrt
- 18.05.2026
- Von: BBV Geschäftsstelle
Einen wohl unvergesslichen Abend, an dem der 102:83-Heimsieg gegen Bonn schnell abgehakt war, erlebten die Freaks am letzten BBL-Hauptrundenspieltag mit dem Gänsehautmoment um 19.17 Uhr, als das Trikot mit der Nummer 9 langsam in luftige Sphären entschwebte und in 14 Meter Höhe seinen „ewigen“ Platz fand.
Auch wenn die Titelsammlung von Karsten Tadda – fünffacher Deutscher Meister, dreifacher Pokalsieger und ChampionsLeague-Gewinner - des Bamberger BBL-Rekordlers (640 Spiele) auf den eigens kreierten Trikots gedruckt war und bei diesem fast 40minütigen Event immer wieder erwähnt wurde: Es war die menschliche Seite und die Vorbildfunktion des 37jährigen heutigen Baskets-Nachwuchskoordinators, dessen Wertschätzung - verbunden mit großer Dankbarkeit – über allen Lobeshymnen stand.
„Tadda, darunter eine riesige 9, Bamberg Baskets 2007 - 2015 und 2023 - 2025“ wird neben den Trikots von Goldsbery, Zisis und Jacobsen im Blickfang über der Südtribüne bleiben. Aber auch die Art und Weise der Zeremonie, die von Pressesprecher Sven Ammon und dem Office bis ins kleinste Detail vorbereitet worden war, bleibt im Gedächtnis.
„Eine tolle Zeremonie für eine ganz besondere Gelegenheit“, sagte Co-Trainer Arne Woltmann mit Blick auf den Tadda-Sessel, die flankierenden Stuhlreihen am Zonenrand mit den „Promis“ und den Videoeinspielen.
Nachdem viele Weggefährten aus dieser beispiellosen Karriere, darunter Wolfgang Heyder („Karsten war Teamplayer, Defense-Spieler und der Kitt jeder Mannschaft. In Zeiten immer größer werdender Individualisierung war ihm der Extrapass wichtig, nicht umsonst haben ihn immer mehr Trainer als wichtiges Puzzleteil für den Erfolg gesehen“), Maurice Stuckey, Maik Zirbes und Leon Kratzer, ihr Füllhorn des Lobes ausgeschüttet hatten, folgte noch eine besondere Zugabe.
Herzens-Glückwünsche von Casey Jacobsen aus den USA – mit dem Brose-Baskets-Trikot gut sichtbar im Hintergrund – sorgten für Jubelstürme in der Arena. Noch stürmischer wurde von der illustren Live- Schar Nikos Zisis empfangen, der mit Familie extra aus Griechenland an seine alte Wirkungsstätte anreiste und nur ein paar Meter entfernt von seinem unvergessenen Pokal-Siegeswurf gegen Alba Berlin seine Glückwünsche übers Hallen-Mikro überbrachte. Allein seine Anwesenheit drückte diesem Abend einen ganz besonderen Wertschätzungs-Stempel auf, ehe Karsten Tadda Arm in Arm mit seiner Frau und seinem Sohn das Trikot-Emporziehen verfolgte.
Dass es ihn, der vor genau einem Jahr schon sehr emotional bei seinem Parkett-Abschied gefeiert wurde, auch diesmal tief bewegte, dokumentieren seine persönlichen Dankesworte. Ein paar Mal musste er gefühlsbedingt kräftig schlucken.
Nachdem er Erlebnisse von seiner Fanblock-Meisterschaft über die Titel und Euroleague bis hin „im hohen Alter“ zum ChampionsLeague-Gewinn und der Wunsch-Rückkehr nach Bamberg kurz umrissen hatte, sprach er voller Dankbarkeit von einer „Traumkarriere mit Bilderbuchbeschreibung“.
Zuvor betonte Geschäftsführer Philipp Höhne, dass eine derartige Trikot-Zeremonie „die größte Huldigung seitens eines Vereins“ bedeute: „Besonders glücklich macht, dass dies ein Bamberger Junge geschafft hat. Vielen Dank, dass Du dich dafür entschieden hast, uns zu unterstützen. Einfach sensationell, was Du bislang schon bewegt hast, jeder Nachwuchsspieler hat jetzt jemanden, zudem er hochblicken kann. Du gibst die Bamberger Leidenschaft weiter!“
Zum zweiten Mal erlebte Vater Walter den Emotionen-Genussfaktor mittendrin: „Für mich war es diesmal auch emotional, aber anders. Heuer ein Moment der Ehrung, was eine sehr schöne Geste vom Verein ist, im Vorjahr war dies das Ende eines Abschnitts, den ich von der U8 bis zum 640er-Rekord begleitet habe. Das war noch emotionaler.“
Bertram Wagner






















